ARCH+ features 19: Kim Förster über die Netzwerke des Peter Eisenman
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Der amerikanische Architekt Peter Eisenman hat mit seinem „Institute for Architecture and Urban Studies“ in New York die Architekturelite jahrzehntelang geprägt. Viele international einflussreiche Architekten sind auf unterschiedliche Weise mit ihm verbunden. Über Eisenman und dessen Institut sprach der junge Architekturtheoretiker Kim Förster, der zu diesem Thema jüngst seine Dissertation an der ETH Zürich vorgelegt hat.

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Förster fokussierte das „Institute for Architecture and Urban Studies“ (IAUS) als sozialen und kulturellen Raum, als komplexes Akteurnetzwerk und Denkfabrik. Rund um das Institut organisierten sich Architekten in den 60er- und 70er-Jahren in New York, aufgrund veränderter Bedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft, völlig neu.
„Das IAUS stellte ein neues Netzwerk der Wissens- und Kulturproduktion dar. Es hat zur Kulturalisierung der Städte und zum Wandel New Yorks von einer Industriemetropole zur Creative City beigetragen“, so Kim Förster in seiner Abschlussthese.
Das „Institute for Architecture and Urban Studies“ wurde 1967 von Peter Eisenmann gegründet. Wie kaum ein anderer Architekt der jüngeren Architekturgeschichte hat er damit den transatlantischen Architekturdiskurs geprägt.

In den 1970er und 80er Jahren hat Eisenman sich durch die wegweisenden Zeitschriften Oppositions und Skyline als Geburtshelfer der US-amerikanischen Architekturdebatte internationale Geltung verschafft, ebenso durch die Any-Konferenzen mit Cynthia Davidson in den 90ern. Viele Instituts-Mitglieder wie Kenneth Frampton und Anthony Vidler, aber auch Gäste wie Rem Koolhaas und Bernard Tschumi, nutzten das IAUS als Sprungbrett für ihre internationalen Karrieren.

Bild: Nikolaus Kuhnert und Kim Förster im Gespräch.
Alle Fotos: David von Becker.
© 2017 S. Siedle & Söhne OHG
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