ARCH+ features 67: Forensic Architecture
Die Arbeit von Forensic Architecture versteht Architektur als gesellschaftliche Praxis. Die 2010 vom britisch-israelischen Archtekten Eyal Weizman an der University of London eingerichtete Forschungsagentur führt raumpolitische Untersuchungen im Bereich Architektur und Medien durch. Forensic Architecture sucht mit architektonischen Untersuchungsmethoden rechtliche Implikationen politischer Auseinandersetzungen und gewalttätiger Konflikte zu bestimmen und die Verantwortlichen zu benennen. Jörg Koopmann, Kurator von Lothringer 13 Halle, leitete die Veranstaltung ein …
… ebenso wie Anh-Linh Ngo von ARCH+. Die Veranstaltung knüpfte inhaltlich an ein ausführliches Interview mit Eyal Weizman in ARCH+ Nr. 229 an.
Eyal Weizman (rechts) erläuterte den methodischen Ansatz von Forensic Architecture und die politische Bedeutung von Architektur und Theorie im postfaktischen Zeitalter. Er diskutierte darüber mit Professor Stephan Trüby (links) von der architektonischen Fakultät der TU München.
Welche Werkzeuge hat Forensic Architecture entwickelt, welche Grundkonzepte der Arbeit und welchen spezifischen Umgang damit pflegt das Team bei seinen Untersuchungen? Diese und weitere Fragen stellte Stephan Trüby. Eyal Weizman erklärte das Vorgehen von Forensic Architecture am Beispiel der Untersuchung des Kasseler NSU-Mordes. Die Untersuchung zu diesem NSU-Mord hat Forensic Architecture im Auftrag des Bürger-Tribunals „NSU-Komplex auflösen“ durchgeführt.
(Alle Fotos: Matthias Kestel)
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