Klinikum Schwarzwald-Baar
Standort: Villingen-Schwenningen

Architektur:
Thiede, Messthaler, Klösges Architekten/Ingenieure, Vögele Architekten, TMK Architekten, Düsseldorf
Elektroplanung:
Ebert Ingenieure, Nürnberg, Oberle Ingenieure, Villingen-Schwenningen
Elektroinstallation:
primion Technology, Leinfelden-Echterdingen

Mit dem Schwarzwald-Baar-Klinikum folgt der Landkreis der zeitgemäßen Strategie der Zentralversorgung. Das Großklinikum bündelt die medizinische Fachkompetenz der Region und setzt neue Maßstäbe bei Komfort, Diagnostik und Behandlung. Das IP-basierte Gebäudekommunikationssystem Siedle Access wird der Größe des Projektes gerecht und garantiert ein Maximum an Flexibilität.
Das Schwarzwald-Baar-Klinikum gehört zu den größten und leistungsfähigsten Zentralversorgungskliniken im Land. Mit 750 Planbetten, 15 Operationssälen und modernster technischer Ausstattung versorgen 24 Fachabteilungen auf 46.000 Quadratmetern jährlich 50.000 stationäre Patienten. Flexibilität ist bei einem Objekt dieser Größe und Sicherheitsstufe eine wesentliche Anforderung an die Gebäudekommunikation, ebenso die Überbrückung beträchtlicher Distanzen und die Vernetzung zahlreicher Teilnehmer.

Besondere Anforderungen hatte die Klinik hinsichtlich der Endgeräte für die Gebäudekommunikation: Das IP-basierte Kommunikationssystem Siedle Access vernetzt sämtliche Außen- und Innentüren sowie die Aufzüge der Klinik mit WLAN-Telefonen.
Die Klinik entschied sich mit Siedle Access bewusst für ein IP-System. Die IT-Experten der Großklinik bestanden auf einer Technologie, die sich in vorhandene IT-Infrastrukturen einfügt, eine proprietäre Anwendung kam hier nicht in Frage. Diese wäre aufgrund der beträchtlichen Leitungslängen auch technisch nicht möglich gewesen.

Die freistehende Stele am Haupteingang integriert Flächenleuchte, Briefkasten, Videokamera und ein Freischaltelement für den Feuerwehr-Schlüsselkasten.
Zu den neuralgischen Punkten einer Großklinik zählen die verschiedenen Zugänge zur Notaufnahme. Dort darf es auch bei Hochbetrieb nicht zu Verzögerungen kommen. Hier regelt eine Stele mit Videokamera, Ruftasten und Zutrittskontrolle den Zugang.

Alle Türstationen im Außenbereich stattete Siedle mit mehreren Ruftasten aus. So erreichen die Rufsignale bei Bedarf unterschiedliche Empfängergruppen.
Liegend-Patienten erreichen die Notaufnahme per Krankenwagen. Dort installierte Siedle Anlagen der Designlinie Siedle Classic, mit Videokamera und Zutrittskontrolle.

Die Notaufnahme im Innenbereich ist über verschiedene Telefongruppen erreichbar, die flexibel gruppiert werden können. In die Gruppen eingebunden sind auch die Apotheken der Klinik.
Auch über den Parkplatz ist die Notaufnahme erreichbar. Patienten melden sich an der freistehenden Vario-Säule. Die Videoüberwachung war für die Klinik ein wichtiges Kriterium für besonders kritische Bereiche. Dazu zählen der komplette Außenbereich sowie alle Bereiche, in denen Medikamente lagern.
Neben der Notaufnahme zählen die sogenannten „Gifträume“ zu den besonders sensiblen Bereichen einer Klinik, beispielsweise die Apotheke. Hier muss der Zutritt sorgfältig geregelt werden. Derzeit melden sich Besucher über die Gegensprechanlage, später kann mit Videokamera und Zutrittskontrolle nachgerüstet werden.
Nicht nur Patienten, Mitarbeiter und Besucher betreten die Großklinik, sondern auch eine Vielzahl unterschiedlichster Lieferanten. Der Zutritt zur Warenannahme ist deshalb streng geregelt. Eingelassen wird nur, wer über eine entsprechende Zutrittsberechtigung verfügt oder sich über die Gegensprechanlage identifiziert.
Das Großklinikum verfügt außen wie innen über eine Vielzahl von Türen. Innen regeln die einzelnen Abteilungen den Zutritt nach Bedarf. Manche Bereiche, wie die Röntgenabteilungen oder die Magnetresonanztomographie (MRT), haben erhöhte Sicherheitsanforderungen. Dort werden deshalb keine Kartenleser eingesetzt, sondern Codeschlösser, die nur autorisiertes Personal öffnen kann.
Viel Flexibilität auch im Innenbereich bietet das modulare System Siedle Vario: Die Anlagen stattete Siedle mit je zwei Blindmodulen aus. So können sie bei Bedarf jederzeit nachgerüstet werden – mit Zutrittskontrolltechnik oder Videokameras.
Die Endgeräte lassen sich mit Siedle Access den jeweiligen Anforderungen anpassen. Eine Innenstation von Siedle setzt das Klinikum lediglich an der Zentrale ein. Alle anderen Teilnehmer kommunizieren mit ihren WLAN-Telefonen mit den Türen im und am Gebäude.
Die Mitarbeiter des Klinikums sind untereinander mobil per WLAN-Telefonie erreichbar. Die Verbindung des Access-Servers mit dem Cisco-Server programmierte Siedle individuell für diese Anwendung.

Der Einsatz der Siedle App schied aus baulichen Gründen aus: Mobilfunkverbindungen lassen sich in der Klinik aufgrund der schieren Baumasse nicht mit der erforderlichen Stabilität aufbauen.
Eine weitere Besonderheit im Großklinikum ist, neben der Einbindung der WLAN-Telefonie, der mit dem Access-System verbundene Aufzugsnotruf. Damit können die Mitarbeiter der Klinik von jedem Telefon-Mobilteil aus in den Aufzug sprechen und die Menschen darin im Notfall kontaktieren.

Auch hier war die Vorgabe der IT-Abteilung ein IP-basiertes System. Die Anwendung programmierte Siedle für diesen Zweck erstmalig.
Flexible Einbauhöhen: Am Besucher- und Mitarbeiterparkplatz integrierte Siedle zwei identische Vario-Anlagen in eine bauseitige Stele. Mitarbeiter und Langzeit-Besucher identifizieren sich dort per Karte. Je nach Fahrzeughöhe nutzen sie dabei die obere oder die untere Bedieneinheit.
Siedle Access
© 2017 S. Siedle & Söhne OHG
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