Einsatzspektrum
Die Siedle-Zutrittskontrolle passt sich mit mehreren Ausbaustufen den Anforderungen an. Das Spektrum beginnt mit der Kontrolle einer einzelnen Tür und reicht bis zu großen Gebäudekomplexen, deren zahlreiche Zugänge über einen Webserver konfiguriert und kontrolliert werden.
Einzelbetrieb
Die einfachste Anwendung: Im Einzel- oder Stand-Alone-Betrieb kontrolliert das System nur eine Tür. Im Einfamilienhaus beispielsweise den Eingang oder die Garage, in gewerblichen Objekten den Zugang zu sensiblen Bereichen wie Archiven, Labors oder EDV-Räumen.
Installation, Montage, Inbetriebnahme und Programmierung sind einfach für den Installateur und kostengünstig für den Anwender. Das System wird inklusive Türöffnerrelais betriebsfertig geliefert. Zusätzlich benötigt es eine Spannungsversorgung und einen Türöffneranschluss – mehr nicht. Beides entfällt, wenn die Zutrittskontrolle in ein Siedle-Kommunikationssystem integriert wird; dann nutzt sie dessen Installation mit. In ein Vario-System kann sie problemlos nachträglich eingebaut werden, wenn der erforderliche Modulplatz zur Verfügung steht.
Programmierung und Nutzerverwaltung erfordern weder PC noch sonstige Hilfsmittel. Sie können vom Anwender selbst erledigt werden.
Für den Stand-Alone-Betrieb ohne Controller stehen die Fingerabdruckerkennung Siedle-Fingerprint und das Transpondersystem Electronic-Key zur Verfügung, jeweils für Siedle Vario und Siedle Steel.
Mit Eingangs-Controller: Bis zu acht Türen
Wenn die Ansprüche über die Kontrolle einer Tür hinausgehen, vernetzt der Eingangs-Controller EC 602 bis zu acht Türen. Einsatzbereiche sind etwa Wohnanlagen mit mehreren Eingängen oder Gewerbe- und Bürogebäude.
Der Eingangs-Controller gleicht den Datenbestand der vernetzten Geräte untereinander ab. Codes müssen für alle angeschlossenen Türen nur einmal programmiert, Finger oder Karten nur einmal eingelesen (oder wieder gelöscht) werden. Die zentrale Nutzerverwaltung erleichtert die Verwaltung bei mehreren Eingängen erheblich, zumal sie komfortabel per Software auf einem PC erledigt wird. Über die PC-Schnittstelle ist auch eine Protokollierung möglich. Zudem bedient der Controller neben der Tür auf Wunsch weitere Schaltkontakte per Code oder Fingerabdruck, beispielsweise das Außenlicht, die Alarmanlage oder einen stillen Alarm.
Im Unterschied zum Türcontroller-IP stellt der Eingangs-Controller keine Verbindung zu einem IP-Netzwerk her. Die Verbindung zum PC erfolgt über die serielle oder USB-Schnittstelle mittels Programmierinterface.
Der Eingangs-Controller vernetzt die Fingerabdruckerkennung, das Transpondersystem Electronic-Key und das numerische Codeschloss, auch in gemischter Konfiguration.
Türcontroller-IP: Erweiterte Funktionalität
Der Türcontroller-IP erweitert die Funktionalität der Siedle-Zutrittskontrolle bis in den Bereich professioneller Sicherheitsanwendungen. Die Ethernet-Schnittstelle und der integrierte Webserver machen sie universell einsetzbar. Dabei bleibt das System in Preis, Aufwand und Komplexität überschaubar.
Typische Einsatzgebiete sind Unternehmen mittlerer Größe, die unterschiedliche Zeitzonen und abgestufte Zutrittsrechte für unterschiedliche Nutzergruppen benötigen. So kann beispielsweise die Geschäftsleitung alle Räume jederzeit betreten, der IT-Experte den EDV-Raum von 8-17 und die Reinigungskraft von 17-18 Uhr. Das System protokolliert alle Ereignisse und führt eine automatische Anwesenheitsliste.
Für Bereiche mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen können mehrere Zutrittskontrollen kombiniert werden, beispielsweise ein Fingerabdruck mit einem Code oder einer Karte. Der Türcontroller-IP vernetzt die Fingerabdruckerkennung Siedle-Fingerprint, das Transpondersystem Electronic-Key und das numerische Codeschloss, auch im gemischten Betrieb.
Server-Software: Standortunabhängige Administration
Ein Türcontroller-IP verwaltet bis zu acht Türen. Die Server-Software hebt diese Beschränkung auf. Indem sie mehrere Türcontroller-IP über LAN oder Internet miteinander vernetzt, erweitert sie die Kapazität und das Einsatzspektrum erheblich. Mehrere Standorte können miteinander verbunden und gemeinsam verwaltet werden – auch per Fernzugriff über das Internet. Im Server-Betrieb bestehen nahezu keine Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der Standorte, der Eingänge, der Teilnehmer, der Zeitprofile und des Ereignisspeichers.

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