Siedle investiert am Standort
Ein klares Bekenntnis zu Furtwangen
11.12.2024
Aufmerksamen Passanten ist es bereits aufgefallen: Rund um den Firmensitz von Siedle in Furtwangen tut sich derzeit so einiges.
Manche Veränderung ist dabei ganz offensichtlich: So strahlen nun die Siedle-Schriftzüge an der Gebäudefassade zur Bregstraße (B500) in schwarzer statt wie bislang in roter Farbe.
Photovoltaik und E-Mobilität
Ebenfalls neu – wenn auch nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, ist eine neue, 500 Quadratmeter große, Photovoltaik(PV)-Anlage, die auf den Flachdächern des Werks aufgebaut wurde und seit Ende November am Stromnetz angeschlossen ist. Künftig wird sie rund zehn Prozent des Jahresstrombedarfs decken.
Die PV-Anlage trägt zum einem nachhaltigen Energiemix bei – und natürlich lohnt sie sich auch wirtschaftlich. Die Investition in Höhe von knapp 118.000 Euro, so der kaufmännische Geschäftsführer Jochen Cura, wird nach etwa fünf Jahren amortisiert sein. Hinzu kommt der Vorteil einer gewissen Energie-Autarkie.
Einbinden in sinnhafte Nachhaltigkeitsstrategie
Es ist Siedle wichtig, allen Aspekten des Themas Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. Das Unternehmen, erläutert Jochen Cura, produziert zwar vor Ort. Der Stromverbrauch im Vergleich beispielsweise zu Firmen mit Fokus auf Stahl- oder Metallverarbeitung sei aber eher gering – demnach auch die Handlungsmöglichkeiten, um den CO2-Ausstoß zu begrenzen. Folglich werde nun über PV mehr regenerative Energie produziert. Ein Wechsel des Siedle-Fuhrparks zu E-Fahrzeugen, die mit diesem Strom vor Ort aufgeladen werden, baue darauf auf. Dafür, so Cura, soll in zusätzliche E-Ladesäulen investiert werden. Nicht zu vergessen sei die seit Monaten laufende Fassadensanierung plus Austausch aller Fenster – ebenfalls ein sechsstelliges Investment im Bereich der Energie-Einsparung.
Siedle für den Standort – und umgekehrt
Neben einem wichtigen Schritt im Bereich Nachhaltigkeit stellen diese Investitionen ein deutliches Statement zum Erhalt des Furtwanger Firmensitzes dar: „Unser klarer Anspruch ist, auch in Zukunft am Standort festzuhalten und so einen Beitrag für die Region zu leisten“, stellt Jochen Cura klar. „Unternehmen stellen Arbeitsplätze zur Verfügung, sie zahlen Gewerbesteuer. Bleiben sie vor Ort, haben Menschen, die in der Region leben und dort bleiben wollen, dazu auch einen Anreiz – oder Ortsfremde ziehen gar hier her. Diese Verantwortung sehen wir und haben sie entsprechend in unseren Leitlinien verankert.“
Siedle hat dafür in den vergangenen Jahren unter anderem rund 1,3 Millionen Euro für eine neue Absorber-Halle seines Test-Labors oder mehr als zwei Millionen Euro in ein neues automatisches Kleinteilelager im Logistikzentrum in die Hand genommen.